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Restaurant Café Catering
Tel.: 0 50 26 / 12 67 Fax.: 0 50 26 / 12 46 eMail: info@jaegerkrug.de
Öffnungszeiten: Mi. - Mo. ab 12°° Uhr, sonntags
ab 11°° Uhr
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1533 Kirchengemeinde Sonnenborstel kommt nach Auflösung des Kirchspiels
Stöckse zum Kirchspiel Steimbke.
1585 Der Ortsname Sunningbostel und Sünningborstel in zwei Urkunden.
1614 Erstmalig Sonnenborstel.
![]() Alte Schule Sonnenborstel |
1628 30-jährige Krieg, alle Höfe liegen verstreut in den Wäldern, fünf Gehöfte liegen wüst, eins ist eingeäschert.
1649 Wieder acht Halbmeier, aber jetzt zentral gelegen.
1736 Schulmeister Knoke ist der erste Lehrer im Dorf (Reihumschule, Schäfer und Schweinehirten).
1751 Das erste Schulhaus, strohgedeckt und weiß gestrichen.
1874 Dorfladen und Gastwirtschaft auf Hof Nr. 8.
1840 Durch Zahlung von 9000 Talern an das Amt Wölpe, Freikauf von allen Dienst- und Geldverpflichtungen.
1840 Das Schulhaus erhält seinen Turm ...
1848 ... und eine Glocke, alles durch die Gemeindemitglieder finanziert.
1850 Sohn von Deike wandert als einziger Sonnenborsteler nach Amerika aus.
1884 Das strohgedeckte Schulhaus erhält ein Ziegeldach.
1890 Die erste Drillmaschine und eine Mähmaschine.
1895-1899 Flurbereinigung: Sehr erfolgreich, großer Gewinn für
die Bauern.
1899 Aufhebung Mahlzwang, Bau einer Windmühle auf dem Krähenberg durch H. Hogrefe.
1904 Das erste Telefon bei Poststellenhilfsleiter Schmädeke durch Zuschuss von 300 Goldmark von der Gemeinde.
1912 Wohnhaus Nr.8 H.Hogrefe brennt ab.
1913 Haus Nr.8 ist wieder aufgebaut, mit Gastwirtschaft aber ohne Laden, weiter
zur Straße hin aber hinter dem Eichbaum.

1919 Als erstes Dorf im Kirchspiel hat Sonnenborstel einen eigenen Friedhof (Gewitter bei Beerdigung).
1919 Landwirte wollten nach 1. Weltkrieg nicht an die große Straße.
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1921 Elektrifizierung. Ein Lichterfest wurde gefeiert aus Freude über die Modernisierung.
1922 Gründung des Weidegutes. Das Land wurde nicht ganz freiwillig verkauft.
1932 Bau der Badeanstalt, die Einzige weit und breit, 10 Umkleidekabinen.
1934 Die acht Bauern finanzieren das Kriegerdenkmal.
1937 Vergebliche Ölbohrungen.
1948 Obstbaubetrieb Stolle, die ersten Häuser außerhalb des Dorfkerns (außer Weidegut).
1950-1960 Verdoppelung der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch Urbarmachung der Flächen am Heemser Weg und Holtorfer Moor.

1951 Lehrer Tiebel übernimmt die einklassige Dorfschule.
1959 Neue Schule mit Lehrerhaus am Krähenberg am 02.09. eingeweiht.
1963 die Schule wird aufgelöst. Die Kinder müssen nach Steimbke. Es wird ein VW- Bus für die Schulfahrten angeschafft. Der Bus wird von Ruht Hogrefe gefahren. Die Kinder aus Sonnenborstel lernen bei den Fahrten von und zur Schule Schlager zu singen (damit sie sich nicht streiten können und weil "Tante Ruth" es so gerne hört).
1964 Alte Schule wird Kapelle und Feuerehrgerätehaus.
1968 Die ersten Häuser am Krähenberg.
1974 Gemeinde Sonnenborstel gehört zur Samtgemeinde Steimbke. Die kleine Gemeinde ging trotz Schulbau Straßenbeleuchtung und Schulbus mit einem Plus in die Samtgemeinde. Durch einen besonderen Vertrag mit der Samtgemeinde müssen alle Erlöse aus ehemaligem Gemeindeeigentum wieder nach Sonnenborstel zurückfließen.
1996-2000 Dorferneuerungsplan, erfolgreich durchgeführt (alte Schule und mehrere private Maßnahmen).
2001 Neues Feuerwehrgerätehaus
2002 Laut Beschluss der Dorfgemeinschaft erfolgt keine Teilnahme am Wettbewerb "Ein Dorf soll schöner werden". Erst in drei Jahren soll neu überlegt werden.
Alte Bräuche in Sonnenborstel
![]() Ortseinfahrt Sonnenborstel mit altem Ortsschild |
8 Hofstellen
Durch ein ungeschriebenes Gesetz wurden die Höfe nie geteilt: die Schwestern
und Brüder des Hoferben heirateten immer nach außerhalb und waren
wegen der guten Mitgift begehrte Ehepartner.
Dadurch blieb es immer bei den acht Hofstellen, denn es wurde auch kein noch
so kleines Grundstück vom Hof abgezweigt für andere Wohnhäuser.
Landwirtschaft in Sonnenborstel
Landwirte im Dorf sind schon immer sehr fortschrittlich gewesen: Urbarmachung
des Moores, gemeinsamer Holzverkauf, Ankauf von Ländereien in der Wesermarsch
wegen früherer Ernte.
Hochzeiten
Die Mutter von dem Hochzeitshof lädt alle Dorfbewohner ein, auch die
Handwerker und Mägde und Knechte.
Alle Dorfmitglieder haben zu solchen Anlässen bestimmte Aufgaben zu erledigen:
Einige Männer holen das Zelt, andere besorgen Grünes zum schmücken
im Zelt und für die Kränze an der Kirche und am Haus von Braut und
Bräutigam.
Alte Zeitungsnotiz:
300 Erwachsene Gäste und 150 Kinder nahmen an einer Bauernhochzeit
teil.
Für diese Hochzeit wurden eine große Menge Lebensmittel benötigt
:
Eine fette Kuh, 120 Hühner, 140 Kuchen,100 Pfund Rosinen, 36 Faß
Bier, 210 Fl. Schnaps, 350 Fl. Wein.
Auf zwei gossen Zelten wurde getanzt. Zwei Kapellen spielten auf.
Später hieß es dann wenn in den umliegenden Dörfern gut gefeiert
wurde :
"Et geith tau wie in Sünnenbössel"
Auch heute sind noch einige Bräuch erhalten, die man in anderen Orten
nicht kennt (Brautwagen schmücken u.v.m.) und zu einem regen Dorfleben
beitragen.